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Tag der offenen Tür 2010 am Osterlandgymnasium Gera

„Alle Jahre wieder kommt die Besucherschar…“ haben sich wohl auch die Klassenräume unserer Schule gedacht, als sie wie jedes Jahr für den Tag der offenen Tür fein hergerichtet wurden. Denn am Sonnabend, den 23.01.2010, war es wieder einmal soweit, die Pforten unserer Schule für alle Interessierten zu öffnen.

9.00 Uhr pünktlich ergoss sich der Besucherstrom in die Aula und nach der obligatorischen Ansprache unseres Schulleiters Herr Küchler und dem Aufspielen der zwei kleineren Schülerbands unseres Gymnasiums erhob sich die Masse und überschwemmte das Schulhaus. Überall nun bot sich den interessierten Eltern mit Sprössling im Anhang oder auch den vielen Ehemaligen Schulalltag von seiner Sonnenseite.

So stolperte man im Eingangsbereich, gleich nach dem Stand des Schulfördervereins, auf die Musiker unserer ältesten der drei Schülerbands – Cherry for Friendship -  welche den ganzen Vormittag Livemusik für alle Vorbeigehenden zum Besten boten. Wer sich irgendwann auch mal wieder davon losreißen konnte, gelangte in die Fachräume, in welchen sich die Kleineren und Größeren an ihr in der Schule Gelerntes erinnern und verschiedene Rätsel und Aufgaben ausfüllen sollten. Im Bioraum wurden kleine Experimente vorgeführt, im Russischraum, fast traditionell schon, Pelmenis selbst hergestellt und natürlich auch gerne verzehrt und in einem Deutschraum wurde ein selbst erarbeitetes Schauspiel der Fünfer mit viel Zuspruch seitens des Publikums aufgeführt.

Gegen zehn zog es die größeren Klassenstufen wieder in die Aula, dort fand bereits zum dritten Mal die Berufsbörse von Frau Pohlers und Frau Bräunlich statt. Wie auch in den letzten Jahren wurden wieder ehemalige Schüler unseres Gymnasiums eingeladen, um über den Studentenalltag und die friedliche Koexistenz als Nachtschwärmer im Studium zu reden. Nebenbei bekam man auch noch einige hilfreiche Tipps zur Vermeidung von Anfängerfehlern, zu den Studiengängen und Anekdoten en masse.            

Auch schon als Tradition im kollektiven Gedächtnis verankert ist das Tischtennis- und Volleyballturnier alljährlich in der Kategorie „Lehrer gegen Schüler“. Man könnte meinen, dass es ihnen langsam zu langweilig wird, aber wieder einmal gewannen dabei unsere Lehrer alle verfügbaren Kategorien und staubten abermals den Titel „Schülerbezwinger“ ab.

Ich trete aus dem Haupteingang heraus, um die Bedürfnisse meines unterbeschäftigten Bauches am Rosterstand der 12er zu befriedigen. Da singt plötzlich hinter mir etwas mit leiser, knarzender Stimme: „Alle Jahre wieder kommt die Besucherschar…“ Verdutzt drehe ich mich um und sehe, wie mir die Schultür gerade wieder beleidigt über mein schnelles Vorbeigehen den Rücken zukehrt und schweigt.

Wie bitte? Hab´ ich das nicht eben schon mal gehört? Ich will verdutzt weiterlaufen, da setzt die knarzende Stimme von neuem an: „Achja, Tag der offenen Tür war wieder an unserer Schule. Wie ich es fand? Schön- wie immer halt. Danke der Nachfrage. Ich bin schließlich für alles offen. Entschuldigen Sie, kleiner Wortwitz. Aber es waren ganz schön viele Leute da. Hoffen wir mal, dass die alle zu uns kommen wollen. Aber die vielen ehrgeizigen Eltern mit ihren Kindern machen mir schon ein bisschen Angst. Zumindest die Eltern. Da müssen die Kleinen echt hart bleiben und eingreifen, wenn die zu sehr nach vorne sprinten. Die Dreikäsehoch haben genug Fantasie, die soll man einfach mal machen lassen.

Einfach mal ganz locker durch den Tag schwingen. Ich könnte da Nachhilfe anbieten, schließlich bin ich ein Profi.“

Bildimpressionen 

Anne-Sophie Panzer