Kontakt Impressum

Semifach2010

Dienstag, der 12. Januar 2010.

Unsere Kleineren verbinden mit diesem Datum nicht besonders viel. Na gut, ein schulfreier Tag vielleicht.

Die etwas Größeren mussten zumindest in der Schule erscheinen, hatten aber keinen Unterricht. – Was ist denn hier bitte los?

Ist doch klar: Das Kolloquium der 12er! Welches dann endlich einen Schlussstrich unter die, bereits über ein Jahr andauernde Seminarfacharbeit zog, die jeder Schüler in Thüringen in der elften und zwölften Klasse schreiben muss. Und dieser Schlussstrich war nötig.

Seit Wochen schon geisterte das neuerkorene Unwort „Kolloquium“ in unseren Köpfen herum und ließ alles andere in den Hintergrund rücken. Schließlich gab es auf die gesamte Seminarfacharbeit eine Note, die man ins Abitur einbringen konnte und das Kolloquium fiel mit 50% nicht gerade wenig ins Gewicht. Und entsprechend hoch war dann auch der Nervositätsgrad am frühen Dienstagmorgen. Oder wahrscheinlich schon Montagabend. Denn da bereits blieben die meisten Gruppen in der Schule, um ihren Raum für die Präsentation ordentlich herzurichten und alles noch einmal durchzusprechen. Als uns dann die Putzfrauen kurz vor um sechs endlich rausschmissen, begann nochmal der Countdown und die letzte unheilvolle Nacht mit wenig Schlaf und viel Aufregung ging los. Doch alles Gezeter und alle Arbeit war am nächsten Morgen vergessen, jetzt wollten wir einfach nur noch unsere Arbeit präsentieren; all das loswerden, was wir da über das ganze Jahr hinweg herausgefunden und kennengelernt hatten.

In drei hintereinander gestaffelten Gruppen gingen die Kolloquien im fleißig dekorierten Schulhaus immer gemeinsam los und dann hieß es eigentlich nur noch: „Ruhe bitte! Aufnahme!“ Doch alles geht vorüber und immer wenn eine Gruppe es geschafft hatte, scharrten sich die sensationslustigen und neugierigen Mitschüler um sie, um Bewertungen zu erfahren und eventuell noch einige letzte Tipps zur Verhaltensweise von manchen Lehrern zu herauszukitzeln.

Und dann plötzlich ging es einem endlich selbst an den Kragen.

Zitter, schwitz, Adrenalin und der ganze Spuk war auch schon vorbei. So viel Arbeit für eine Stunde Präsentation! Und egal wie die Ergebnisse letztendlich ausfielen: Froh, dass es vorbei ist, war wohl jeder, auch wenn man die ganze Sache im Nachhinein wohl doch etwas milder und nützlicher bewertet, als man es im Bearbeitungsprozess tat, wo sicherlich jeder Schüler die ganze Sache irgendwann mal kräftig verflucht hatte.

Wir haben es ja nun geschafft, deshalb können nun auch wir die Sache leicht schief von oben belächeln; nichtsdestotrotz geben wir allen nachfolgenden Generationen den einfachen wie nervigen Tipp: Fangt rechtzeitig an und macht was draus, leichter bekommt ihr keine ganze Abiturnote als im Seminarfach und vor allem: Viel Glück! 

Hier nun einige Bilder:

 

Bild29

Die Gruppe „Florian Brandl, Oliver Müller, Steven Köhler, Paul Glück“ (v.l.)
beschäftigte sich mit dem Thema „Glutenunverträglichkeit“

Bild32

Auch für die Prüfungskommission keine leichte Aufgabe, die Leistung jedes Schülers im Kolloqium zu bewerten

Bild33

Gar nicht ermüdend präsentierte sich die Gruppe „Hypnopädie, Lernen im Schlaf“
mit Anne-Sophie Panzer, Arthur Stötzner, Stefan Denz und Patrick Winter in ihrem Kolloquium.

 

Anne-Sophie Panzer